28.01.2008
Toffi ist am Samstag bei uns angekommen - und er bleibt auch erstmal - zumindest so lange, bis er wieder fit ist.
Denn seine Verletzung am Bein stellt sich als komplizierter heraus, als wir gedacht hatten.
Hier ein kurzer, erster Statusbericht:
Nachdem ich heute Mittag, als ich kurz Zuhause war um die Langnasen in den Garten zu lassen, feststellte das Toffi Blut im Urin hatte, bin ich danach mit ihm zu unserer TA.
Sie hat ihn untsersucht, Fieber gemessen usw, war aber alles ok. Das Antibiotika, welches er aus Polen mitbekommen hatte konnte sie überhaupt nicht identifizieren. Weder den Namen des Präparats, noch den Wirkstoff hat sie in irgend einer Liste gefunden. Sie hat daraufhin Antibiotika herausgesucht, die bis auf den Knochen schlagen und auch für die Blase. Sie sagte solange er kein Fieber hat, wär das nicht so schlimm, sollte sich aber durch die Antibiotika schnell bessern. Wenn das Antibiotika verbrauchtist, müssen wir nochmal Toffis Urin abgeben und untersuchen lassen.
Der zweite Schock kam, als sie den Verband öffnete. Sie sagte im Vorfeld schon, das sie keine Expertin für Knochen sei - aber das die Verletzung stümperhaft gepfuscht wurde, konnte selbst ich als Laie sehen.
Unsere TA sagte, das ein Hund nach einer Bänder OP spätestens nach 3-4 Tagen wieder normal auftreten sollte. Toffi hat durch die Entzündung und die Schwellung die auf den Fixateur drückt, wahrscheinlich zu starke Schmerzen im Bein und humpelt deshalb.
Am Mittwoch haben wir einen Termin bei Dr. Scholten bekommen, der wurde uns von mehreren Stellen als Knochenspezialist in unserer Region empfohlen. Drück mal die Daumen, aber ich habe die Befürchtung, das Toffi nochmal operiert werden muss.
Unter dem Verband sieht es ungefähr so... aus:

30.01.2008
Toffi und ich waren heute Abend beim Spezialisten. Das Ergebnis ist, wie ich schon befürchtet hatte, leider nicht so toll ausgefallen.
Er wurde nochmals gründlich untersucht und geröngt. Dabei stellte sich heraus, das das komplette Bein so stark entzündet ist, das der Fixateur sofort entfernt werden sollte.

Laut TA ist die Entfernung des Fixateurs die einzige Möglichkeit, die Entzündung in den Griff zu bekommen.
Er machte folgenden Vorschlag zum Heilungsprozess:
1. Fixateur entfernen um schnellstmöglich die Entzündung heraus zu bekommen - im Zweifel nochmals ein Antibiotigramm erstellen um optimal gegen die Erreger vorgehen zu können.
Folge - das Gelenk wird steif bleiben.
Risiko - trotz Entfernung des Fixa. besteht die Möglichkeit, das die Entzündung so weit fortgeschritten ist, das sie nicht mehr in den Griff zu bekommen ist.
Folge dann - bleibt leider nur die Amputation.
2. Wenn der Fix. heraus ist und der Heilungsprozess komplett abgeschlossen ist, kann man das Thema der Gelenksteifigkeit immer noch neu aufrollen - je nach dem wie weit es für Toffi störend ist.
Oberste Priorität hat jetzt jedoch erstmal der Kampf gegen die Entzündung und der Erhalt von Toffis Bein.
Um keine weitere Zeit zu verlieren, haben wir für Freitag morgen einen OP-Termin vereinbart.
Wir halten euch weiter auf dem Laufenden..............
Zum Abschluss noch etwas positives:
Die GALGO-HILFE hat Toffi übernommen. Danke an Ursula !!!
Wer sich also mit etwas Kleingeld an den Kosten für Toffis OP beteiligen möchte, wendet sich bitte direkt an Ursula
mailto: GALGO-HILFE

01.02.2008
Toffi hat die OP gut überstanden. Er ist zwar noch etwas durch den Wind, hat aber schon etwas gefressen und ruht sich jetzt aus.
Oberste Priorität hat jetzt der Kampf gegen die Entzündung in der Wunde. Es wird ein neues Antibiotigramm erstellt, um den optimalen Wirkstoff zu ermitteln.
Evtl ist am Montag, wenn wir zum Verbandwechsel und zur Nachkontrolle müssen, das Ergebnis schon da.
Und der TA kann wahrscheinlich beim Blick auf die Wunde auch schon eine erste Einschätzung abgeben.
Die Wahrscheinlichkeit einer 2. OP liegt leider bei 80-90%, da die Knochen in Teilbereichen durch die Entzündung schon sehr stark angegriffen und weich sind.
Das Gelenk wird sich daher auch bei abgeschlossenem Heilungsprozess nicht mehr versteifen und müsste dann später mit einer Platte o.ä. gestützt werden.
Aber wie gesagt, das ist der 2. Step. Jetzt gilt es erstmal die Entzündung aus dem Bein zu bekommen.
05.02.2008
Gestern musste der tapfere kleine Mann zum Verbands-Wechsel. Sein Beinchen liegt nun in einer Gips-Schale.
Noch belastest er das Bein nicht, das war aber auch nicht zu erwarten. Im Grossen und Ganzen ist seine Ärztin mit dem Verlauf zufrieden; leider kommen die Laborwerte erst am Donnerstag (dann hat er übrigens den nächsten Kontroll-Termin).
Noch können wir Nichts darüber sagen, wie das Ganze "von Innen" aussieht.
Ich finde, sein Bein sieht aus wie ein Fremdkörper, als ob es gar nicht zu ihm gehört - es ist blau, verformt, dick und hart :((
Im Vergleich dazu, wie es vor der OP ausgesehen hat, sieht es allerdings schon um Einiges besser aus.
Toffi hat grosse Angst, wenn es in die Praxis geht, aber er bleibt geduldig und sanft und lässt Alles brav über sich ergehen.
Zuhause passt er sich problemlos dem Familienleben an, ist absolut stubenrein und bleibt einige Stündchen alleine. Es fällt ihm allerdings schwer an der Leine zu gehen, da er seine Schrittlänge lieber selber bestimmen möchte.
Da das kluge Kerlchen weiss, dass er keine Treppen steigen soll und kann, springt er einfach auf den Arm.

11.02.2008
Am Freitag, als wir zum Verbandswechsel in der Tierklinik waren, wurde festgestellt das sich durch die Gips-Halbschalen offene Druckstellen gebildet haben. Die Haut ist mitlerweile durch den wochenlangen Verband sehr dünn geworden, daher haben sich diese Scheuerstellen gebildet. Nun müssen wir auf die unterstützenden Gips-Halbschalen verzichten und das Bein wird durch einen Papierverband stabilisiert. Der Nachteil dabei ist nur, das der Verband jeden 2. Tag gewechselt werden muss, da das Papier sehr schnell an Stabilität verliert. Wenn die offenen Stellen etwas besser abgeheilt sind, werden wir das aber selbst Zuhause machen. Das Antibiotigramm hat übrigens ergeben, das unsere erste TÄin genau das richtige Antibiotika heraus gesucht hatte, welches er jetzt auch weiter bekommt. Ansonsten ist die TÄin sehr zufrieden mit seinem Bein. Die Schwellung und die Entzündung gehen merklich zurück und im Moment ist sein Bein erstmal ausser Gefahr. Entgegen aller vorherigen Erwartungen hat sich das Gelenk sogar schon ein wenig versteift. Das wäre schon fast wie ein 6er im Lotto, wenn er kein 2. mal operiert werden müsste. Am Dienstag haben wir noch einen Kontrolltermin in der Tierklinik, dann übernimmt unsere TÄin die weitere Behandlung.........das senkt die Kosten ;-)

14.02.2008
Toffi war heut wieder zum Verbandwechsel und bekommt jetzt zusätzlich jedesmal eine Laserbestrahlung zur besseren Wundheilung.
Das funktioniert super, man konnte wirklich erkennen, wie weit die Wunde innerhalb eines Tages weiter zugeheilt war.
Es geht ihm richtig gut und er frisst auch viel besser als vorher. ;-))))
Von Bogumila (Toffi´s Züchterin) haben wir erfahren, das sich seine Ex-Besitzer in Warschau einen neuen Whippet-Welpen aus einer anderen Zucht holen wollten. Sie konnte das jedoch verhindern und versucht mit Rundschreiben an alle anderen Whippizüchter in Polen dies zu vermeiden. Also stellt sich somit die angebliche Geschichte über die Krankheit des Mannes als Abgabegrund als sehr fragwürdig dar. Wahrscheinlich ist er doch nur wegen der Verletzung abgegeben worden. :-(((((
Egal - wir sind froh das er hier ist.............. :-))))

17.03.2008
Toffi ist nun endlich seinen Verband los. Er versucht sein Bein zwar immer häufiger zu belasten, aber es knickt doch spürbar durch. Es ist also leider doch möglich das das Bein in einer neuen Operation versteift werden muss. Ein Termin in ca. einer Woche beim Spezialisten wird darüber Aufschluss geben.
26.03.2008
Kurz vor Ostern waren wir mit Toffi beim Knochen-Spezialisten und er wird definitiv in 3-6 Monaten noch einmal operiert werden müssen.
Da sich das Gelenk genau entgegen der normalen Richtung beim Belasten zu sehr durchbiegt, werden die betroffenen Bänder, Gelenke und Sehnen überaus stark belastet so das sich innerhalb von wenigen Jahren eine starke Arthrose bilden würde. Durch die daraus entstehende Mehrbelastung des gesunden Beins ist auch dort die Arthrosegefahr sehr hoch. Um das zu verhindern, wird bei Toffi eine Arthrodese (Gelenkversteifung) durchgeführt. Das hört sich erstmal teuer an ................ und isses leider auch. Die Operation schlägt nämlich mit knapp 1000 EUR eine ganz schöne Lücke in Toffis Budget.
Aber es nützt alles nichts, wir kennen diesen Krankheitsverlauf von unserem mittlerweile 13-jährigem Odys zur Genüge und eine fortgeschrittene Arthrose bei einem älteren Hund ist schon traurig, aber bei einem 5 oder 6 jährigen möchten wir uns das nicht mal vorstellen.
Wer also noch ein paar Taler für Toffi übrig hat - bitte direkt zur GALGO-HILFE rüberschieben. Toffi sagt mit einem grossen Wedler DANKE !
Nachtrag zum 26.03.2008
Heute Abend haben waren wir mit Toffi nochmal in der Klinik, da seine neue Manschette angepasst werden musste. Jetzt kann er bis zur OP zumindest etwas unbeschwerter Toben........

06.06.2008
Toffi hatte heute Termin beim TA, um sein Bein wegen der ausstehenden OP untersuchen zu lassen und den Termin dafür festzulegen.
Doch er hält es zum jetzigen Zeitpunkt für viel zu früh dafür und möchte die Operation erst im September durchführen.
Ich war zuerst etwas skeptisch, doch seine Begründung klang überzeugend:
Die bevorstehende OP ist sehr kompliziert (es werden u.a. Knochenteile vom Oberschenkel in den Bereich des zerstörten Gelenks verpflanzt) und benötigt daher einen Regenerations- und Heilungsprozess von ca. 3 Monaten. In dieser Zeit kann und wird er das Bein kaum belasten und demzufolge bilden sich Muskeln Sehnen usw. des Beins in diesem Zeitraum natürlich stark zurück.
Deshalb ist es wichtig, das die Muskulatur des Beins am Tage der OP vollständig ausgebildet ist. Das ist bei Toffi zur Zeit noch nicht der Fall, denn die Muskulatur hatte sich durch den bisherigen Verlauf der Verletzung schon stark zurückgebildet und er ist jetzt, da er das Bein immer mehr und länger belastet, gerade dabei die Muskeln wieder aufzubauen. Wenn man ihm sich von vorn ganz genau anschaut, sieht man das der verletzte Oberschenkel noch dünner ist als der andere. Er muss jetzt also das Bein möglichst viel belasten um Muskulatur anzutrainieren.


24.06.2008
Letzten Mittwoch war Toffi nochmal bei unserer TA, aber diesmal hatte es nichts mit seinem Bein zu tun - Toffi´s Kastration wurde durchgeführt. Er hat alles super überstanden und tobt schon wieder mit seinem Ball und seinen Kumpeln..............

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